{"id":98,"date":"2019-05-12T16:40:53","date_gmt":"2019-05-12T16:40:53","guid":{"rendered":"http:\/\/tobiasteich.de\/?p=98"},"modified":"2019-05-12T18:13:54","modified_gmt":"2019-05-12T18:13:54","slug":"hansegravel-tag-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tobiasteich.de\/?p=98","title":{"rendered":"Hansegravel \/\/ Tag 3"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Morgens um 6 Uhr tragen wir unsere bepackten R\u00e4der aus der Pension. In Regenklamotten rollen wir zum B\u00e4cker. Dort gibt es Kaffee und Nussecken &#8211; w\u00e4hrend wir uns die Samstagsfr\u00fchaufsteher*innen anschauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gut gest\u00e4rkt geht es dann entlang der Ryk nach Wiek. Letzten Sommer bin ich hier noch mit Tringa entlanggeschippert. Gleich mehrmals mussten wir (aufgrund eines gerissenen Segels) durch die h\u00fcbsche manuell zu \u00f6ffnende Klappbr\u00fccke in Wiek. Ab der Klappbr\u00fccke, die wir leider nicht \u00fcberfahren m\u00fcssen, geht es dann ohne Regen an der Klosterruine Eldena auf Asphalt weiter. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach zwei Stunden erreichen wir Wollgast. Auch hier waren wir mit Tringa im letzj\u00e4hrigen Segelsommer. Hier kann ich Aaron von einer unsch\u00f6nen Begegnung mit einem Kriegsschiff, dass dort f\u00fcr Saudis auf Probefahrt durch die blaue Klappenbr\u00fccke rauschte&#8230; Jetzt wurden wir etwas vers\u00f6hnt &#8211; eine \u00e4ltere Dame w\u00fcnschte uns etwas perplex &#8222;noch einen sch\u00f6nen Urlaub&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"http:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004714-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-80\" srcset=\"https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004714-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004714-300x199.jpg 300w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004714-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Usedom wurde es mir deutlich zu kalt. Die Regensachen sind mittlerweile weggepackt, aber die Beinline m\u00fcssen nun an die Beine. Es windet recht ordentlich und es ist grau grau grau. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"http:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004736-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-75\" srcset=\"https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004736-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004736-300x199.jpg 300w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004736-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 50. Tageskilometer erreichen wir die offene Ostsee. Nun geht es lange lange gerade aus. Was wir vorher nicht wussten: Usedom ist ziemlich h\u00fcgelig. Und es ist ein gro\u00dfes Wanderevent im Gange. Knapp 400 Teilnehmende wandern insgesamt 50 Kilometer auf der Insel &#8211; und so ziemlich alle m\u00fcssen wir \u00fcberholen. Mit freundlichem Rufen versuchen wir m\u00f6glichst Kollisionsarm zu \u00fcberholen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"http:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004733-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-77\" srcset=\"https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004733-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004733-300x199.jpg 300w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004733-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Ahlbeck (80 Kilometer) geht es dann ins Binnenland der Insel. Hier warten nochmal richtige Steigungen auf uns. Ziemlich einsam kurbeln wir uns hoch und rauschen durch Laubwald (immerhin Asphalt) wieder hinunter. Erst als wir die Stadt Usedom auf der gleichnamigen Insel erreichen erblicken wir die ersten Hansegravelers des Tages.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem wir uns entlang des Boddens geruckelt haben, treffen wir den M\u00fcnsteraner und seinen Gespannpartner (ein sehr sch\u00f6nes schwarzes Sofa Rad) wieder. Die beiden kommen wie gerufen, motivieren sie uns doch nach nun guten 100 Kilometern wieder ordentlich in die Pedale zu treten, sodass wir gemeinsam die Hansestadt Anklam erreichen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"http:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004748-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-74\" srcset=\"https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004748-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004748-300x199.jpg 300w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004748-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Anklam werden wir von einem gut gef\u00fcllten Marktplatz empfangen. Immer mehr polnische Radgruppen erreichen den Marktplatz. Das Problem dabei f\u00fcr uns: Sie kapern den kleinen Italiener, den wir uns eigentlich f\u00fcr unsere Kalorienaufnahme ausgeguckt hatten. Die Besitzer reagieren auf den Anstrum so derma\u00dfen unfreundlich, dass wir lieber Pommes zwei Stra\u00dfen weiter essen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier kommt ein uns gut bekannter Hansegravelers in den Imbiss: Der Regen-Graveler. Nachdem wir die megas\u00fc\u00dfe Fanta ausgetrunken haben, folgen wir ihm aus Anklam heraus. Hier geht es durch superplattes Land auf l\u00f6chrigen Plattenwegen. Links und rechts ist immer mal wieder Weide, Wasser und B\u00e4umchen &#8211; auch V\u00f6gel gibt es einiges zu beobachten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"http:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004757-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-72\" srcset=\"https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004757-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004757-300x199.jpg 300w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004757-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ueckerm\u00fcnde erreichen wir nach 170 Kilometern. Unser M\u00fcnster-Gespann gr\u00fc\u00dfen wir freundlich und halten dann nach wenigen Metern bei einem Fischbr\u00f6tchenkutter. Jugendliche Drum&amp;Bass Tanzende vers\u00fc\u00dfen uns das dieses Mahl, welches uns nochmal richtig Energie gab! Nun rauschten wir \u00fcber viel Asphalt Richtung polnische Grenze. Diese Ecke scheint bei Radurlaubern sehr beliebt zu sein. Viele Bett&amp;Bike Angebote, sowie sehr guter asphaltierter Bodenbelag. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"http:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004763-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-69\" srcset=\"https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004763-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004763-300x199.jpg 300w, https:\/\/tobiasteich.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/R0004763-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem einzigen Platten dieser Tour ging es dann durch Blankensee mit dem M\u00fcnsteraner und seinem Kumpel.  Kurz dahinter erreichten wir gemeinsam bei untergehender Sonne die deutschpolnische Grenze. Wir machten gegenseitig die obligatorischen Fotos und rollten dann zu zweit durchs dunkle Polen. Frank und Ollie (endlich hatten wir mal Namen ausgetauscht) wollten auf deutscher Seite einen Campingplatz aufsuchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst noch auf Autostra\u00dfen, sp\u00e4ter dann durch einen Park, radelten wir nach Stettin hinein. Nach dem Umkurven einer Gro\u00dfbaustelle erreichten wir die Innenstadt. Hier erkannte ich gleich ein paar Dinge aus meiner Riga-Tour (alleine von Braunschweig bis Riga vor ein paar Jahren) wieder. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach 235 Kilometern umarmten Aaron und ich uns herzlich. Dann schoben wir unsere R\u00e4der in die Lobby des Novohotels. Hier setzten wir uns zu zwei Hansegravelern, die ziemlich viel zu erz\u00e4hlen hatten. Wir waren deutlich \u00fcberfordert mit allem. Mit dem erreichen des Ziels, mit der Umgebung und mit den beiden lustigen und mitteilungsfreudigen Hansegravellern. Erst mit einem Burger und einem kleinen Zielbier tauten wir auf &#8211; konnten bei den Gespr\u00e4chen mithalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon vorher diskutierten wir ob wir im Hotel bleiben wollten oder doch lieber drau\u00dfen schlafen wollten. Da wir immerhin so viel Kram f\u00fcs \u00dcbernachten mitgeschleppt hatten und es ja aber erst einmal benutzt hatten, einigten wir uns darauf uns doch nochmal auf das Rad zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also kurbelten wir \u00fcber leere und recht dunkle Stra\u00dfen sowie Radwege, die mal sehr gut ausgebaut waren und manchmal abrupt endeten. Nach 17:30 Stunden verlie\u00dfen wir dann Polen wieder. Einen h\u00fcbschen Berg hinunter zur Oder und dann entlang eines Radweges nach Gartz (Oder). Dort halten wir die Augen offen nach einer ansprechenden \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit. Wir fahren mittlerweile sehr langsam und uns wird dadurch recht kalt. Ich durchsuche meine Kartenapps und finde einen Aussichtsturm, der in Betracht kommt. Er liegt am Ortsausgang und ist somit unsere &#8222;letzte Chance&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach 268 Kilometern fast ununterbrochen im Sattel erreichen wir einen zweist\u00f6ckigen Kranich-Aussichtsturm. Schnell bauen wir unser Nachtlager und sind ziemlich schnell eingeschlafen.<\/p>\n\n\n\n<figure><iframe loading=\"lazy\" height=\"405\" width=\"590\" src=\"https:\/\/www.strava.com\/activities\/2326641740\/embed\/a27bee8131e678dcfa98217db90a04c8581a9c6f\"><\/iframe><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Morgens um 6 Uhr tragen wir unsere bepackten R\u00e4der aus der Pension. In Regenklamotten rollen wir zum B\u00e4cker. Dort gibt es Kaffee und Nussecken &#8211; w\u00e4hrend wir uns die Samstagsfr\u00fchaufsteher*innen anschauen. Gut gest\u00e4rkt geht es dann entlang der Ryk nach Wiek. 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