Die letzte Etappe war Göteborg - Kiel. Die Rückführung der Tringa in ihren Heimathafen Möltenort. Dafür hatte ich mir extra Philipp einfliegen lassen, der ja auch schon die erste Etappe mitgemacht hatte. Von Göteborg ging es nach Träslövsläge. Ein langer Schlag von 41 Seemeilen. So kamen wir auch erst kurz vor Mitternacht an. Mein erste Nachfahrt bislang - belohnt wurde sie mit einem supermegaschönen Sonnenuntergang auf dem Kattegat. Am nächsten Tag wieder ein langer Schlag - denn - noch war Nordwind angesagt, danach sollte er auf Südwest drehen (da wo wir ja hinwollten) - tat er auch... komme ich noch zu. So rauschten wir nach Süden. Kurz vor Sonnenuntergang (wieder unglaublich schön) in Mölle an. 51 sm - Rekordetappe. Keine Veränderungen an Kurs oder Segelstellung.
Nächster Tag: Philipp holt supermegaleckere Brötchen. Danach geht es den 38 sm Sund hinunter nach Kopenhagen. Entspanntes Einlaufen und Festmachen in Chrstianshavn - da waren wir vor 2 Jahren schon. Dort wurden wir von einem Segeltrio in unserem Alter auf ihr Boot eingeladen. Gemeinsam schauten wir dann auch noch in Christiana vorbei.
Am nächsten Tag dann Sightseeing. Abends ablegen um einen kleinen 7 sm Schlag nach Kastrup zu machen. Komischer Hafen - genauso teuer wie der Stadthafen, aber genau am Flughafen... Nun war auch der Wind gegen uns. Wir legten extra früh ab. Kamen noch recht weit - dann schlief er ein, sodass wir nach Rødvig motoren mussten. Am Ende standen 30 sm auf der Uhr - am Hafen kauften wir uns einen Lachs und machten uns ein leckeres Essen. Von Rødvig ging es dann durch den Bøgestrøm. Motorend, da kein Wind wehte. Zwischendurch konnte mal ein Segel gesetzt werden. Zum Ende hin, zum Zielhafen Vordingborg, wurde dann noch mal richtig gesegelt, sodass die 29 Seemeilen noch nett abgeschlossen werden konnten. Auf der Karte wirkte der Hafen auch eher nach Industrie...Aber falsch! Wir lagen in einem sympathischen dänischen Segelhafen, quasi im Grünen und konnten viele Vogelschwärme bewundern.
War im Bøgestrøm noch reinstes Badewetter - ging leider nicht aufgrund einer Blaualgenplage, wechselte nun das Wetter. Wolken, viel Wind und der auch noch aus Südwest. Genau aus der Richtung wo unser Zielhafen Spodsbjerg lag. So wurde es ein harter Schlag. 50 Seemeilen hart am Wind und am Ende noch eine Kreuz gegen den Wind, die uns erst um 22 Uhr im Hafen ankommen ließ. Mit schnellen Pfannkuchen+Apfelmus wurde der Tag verarbeitet.
Dann letzter Segeltag. Mit dem großen Versegel, der Genua, ging es die Küste Langelands entlang. Feinstes Segelwetter. Vor dem Kieler Leuchtturm schlief der Wind dann ein. Also Motor an. Einlaufen in Möltenort mit Motor. Nicht gerade glamourös aber egal. Nach 2 Monaten und vielen Seemeilen (zähle ich noch aus) wieder auf deutschem Boden. Tolles Gefühl! Vielen Grüße und Danke! Tobi