Nachdem wir Fredrikstad verlassen hatten mussten wie den hohen Wellen nachgeben und sind gleich hinter dem Sund eine Ankerbucht angelaufen. Dort lagen wir an einem Steg - nach hinten mit Heckanker gesichert. Das ist ja für uns Deutsche schon ein ungewohntes Manöver. Nun war ja recht viel Wind, sodass es nicht ganz einfach war - aber die Einheimischen machten uns einen Platz frei und halfen beim Anlegen.
Am nächsten Tag überquerten wir den Oslofjord. Der Wind war nicht wenig uns es ging fix hinüber. Durch einen schmalen Sund ging es zu Mittag vor Anker. Dort aßen wir und lasen etwas in der Sonne, bis im Norden ein Gewitter aufzog. Also alles klar zum Anker lichten und weiter den Sund nach Süden kreuzen - richtiges Segeln! Gefolgt von mehreren riesen Segelbotten - der Norweger mag es gern groß, weiß und mit Rollgroßsegel - liefen wir in eine geschützte Bucht ein und ließen wieder den Anker fallen.
Die Nacht war leider sehr unruhig, da ein unangenehmer Schwell in die Bucht einlief. Die gute Tringa schaukelte doch erheblich. Deshalb lichteten wir nach einem schnellen Frühstück schnell den Anker und segelten weiter nach Westen. Naja segeln... richtig Wind war nicht. Dafür "old waves" wie ein Norweger in unserer Zielankerbucht sagte. Wir wurden ziemlich hin und her geworfen. Erst gegen Ende machten wir dann auch auch ein paar Knoten Richtung Ziel - Stavern. Da wir nun doch ziemlich oft Ankern waren - und unsere Badenixe Lisa nicht mehr an Bord - brauchten wir dringend eine Dusche - Doch - der Hafen war proppevoll, sodass wir wieder Bucht anliefen, wo man mit Heckanker an einem Steg lag. Nur setzten wir leicht auf einen Stein auf - Ein lieber Norweger bot uns an, dass wir sein Boot als Gangway an Land nutzen könnten, sodass wir uns nach Achtern verholen konnten und wieder vollkommen im Wasser schwammen. Doch so richtig glücklich machte die Lösung nicht. Als dann noch ein fettes Motorboote kam, das sich noch neben uns legen wollte, legten wir ab und gingen vor Anker - darin haben wir jetzt Übung! Wir schliefen sehr angenehm.
Am nächsten Tag lichteten wir den Anker trotz Regen. Vermummt in unser Ölzeug verließen wir Stavern. Auf dem Wasser kam dann auch die Sonne - wir warteten aber noch bis wir richtig aufgeheizt waren, und zogen dann erst die kurzen Shorts an. Wieder wenig Wind. Recht hohe Wellen. Und da wir ja noch auf der Suche nach einer Dusche waren und nun auch Wasser (Tank alle) steuerten wir Langesund an.
Der Gästehafen war super voll. Doch ein Einheimischer wies uns auf eine weitere Kaianlage hin. Kam sogar mit dem Auto zum helfen. Der Platz war sehr ruhig und vor uns lag ein Deutscher mit seiner Norwegischen Frau, die uns noch gute Tipps für sehenswürdige Orte gaben . Danke!!! Nach einer Dusche, Wäsche waschen und Einkaufen verholten wir noch das Schiff für 2 nette Norweger. Dieser Hafen war voller Kommunikation - Jippi! Die Norweger waren es auch, die uns am nächsten Morgen früh weckten, sodass wir uns entschieden auch abzulegen. Sehr entspannt ging es durch die Schärenlandschaft Richtung Kragerø. Mittags machte sich dann das beginnende Wochenende bemerkbar. Immer mehr Motorboote überholten uns. Von dem ganzen Schwell entstand eine regelrechte Kreuzsee. Nerv! Wir motorten an Kragerø vorbei und erreichten eine hübsche Ankerbucht, wo wir an einer Schäre anlegten. Ich ließ den Heckanker fallen, an die Schäre fahren, Tracy geht über und macht an einem dort befestigten Haken fest - Fertig ist das Idyll