Nach dem Hafentag auf Anholt wollten wir nach Schweden! Doch es war sehr wenig Wind angesagt und auch noch aus Nord-Nordwest. Nicht gerade idealste Bedingungen. Lisa und ich frühstückten etwas und verließen dann den Hafen von Anholt mir Motor. Nachdem wir ein Flach unter Maschine passiert hatten, setzten wir Genua und Großsegel und steuerten Schweden an. So hoch am Wind wie möglich - um so nördlich in Schweden anzukommen wie nur geht. Das Kattegat zeigte sich friedlich. Sehr geringe Wellenhöhe und ein Wind aus Nord mit gerade mal 2 Windstärken. Unter unser Beseglung machen wir dann feine 4 Koten. Da konnten wir ganz entspannt ein 2. Frühstück einnehmen. Auch im Verlaufe des Tages blieb der Wind auf Nord. So konnten wir Varberg ansteuern. Zum Mittag gab es Nudeln mit Pesto. Nachmittags freute ich mich dann wie ein Kind. Die Sonne war, wie schon den ganzen Tag, nicht einmal herausgekommen, nein, es fing sogar an zu Tröpfeln, aber: Ich hatte den idealen Punkt gefunden wie ich die Pinne festbändseln musste, sodass ich nicht mehr steuern musste - nur gelegentliche Korrekturen waren notwendig. So konnte ich, während Lisa schlief, mir Schokolade holen, die Position in der Karte eintragen und entspannt den Horizont nach Frachtern absuchen. wp-1466876107654.jpg Doch die Freude war nicht von langer Dauer. Der Wind nahm nur etwas zu. Auf 4 Windstärken. Doch im Kattegat baute sich sogleich eine unangenehme Welle auf, sodass ich Lisa wecken musste um erst das 1. Reff, dann das 2. Reff ins Großsegel einzuziehen. Trotzdem ballerten wir mit 6 Knoten auf Varberg zu. Im Schatten der dortigen Burg bargen wir beide Segel und motorten in den Stadthafen hinein. Im geschützten Hafen herrschte mal gar kein Wind, sodass wir unsere Tringa genau zwischen 2 Motorboote zirkelten. So super mega entspannt, dass es eine Augenweide war! wp-1466876099844.jpg Abends erkundeten wir die Stadt, gönnten uns ein Burger und schauten in einer art Bar/Restaurant Fußball. Dabei waren die Menschen um uns herum fast spannender als das Spiel.